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Aktuelles.

Spitex-Angebot im Tösstal

«Wir platzen aus allen Nähten»

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Zwei Vertreterinnen von der Spitex Mittleres Tösstal haben im Chiletreff Turbenthal das Angebot der Spitex vorgestellt. Sie referierten dabei über das Thema «Gemeinsam gegen Einsamkeit».

Seniorinnen und Senioren haben am Donnerstag den Chiletreff Turbenthal besucht. Dort hatten die Spitex Mittleres Tösstal, die Pro Senectute Ortsvertretung Turbenthal sowie die Reformierten und Katholischen Kirchgemeinden einen Vortragsnachmittag organisiert.

«Wir sind in den letzten zwei Jahren massiv gewachsen und platzen aus allen Nähten», berichtete Renate Stucki, Bereichsleiterin der Spitex Mittleres Tösstal, erfreut.

Das Angebot werde gebraucht und rege genutzt. Dies, weil Menschen, die auf fachgerechte Unterstützung angewiesen seien, den Alltag in ihrem Zuhause möglichst lange und selbständig weiterführen wollten.

Nicht-pflegerische Aufgaben

Laut Stucki beschäftigt die Spitex Mittleres Tösstal unterdessen 60 Mitarbeitende. Die Zusammenarbeit mit den Pflegezentren Lindehus in Turbenthal und Im Spiegel in Rikon erlebe sie als sehr wertvoll, betonte sie.

«Wir sind die ausführenden Personen, die auf ärztliche Verordnung hin tätig werden.»
Renate Stucki, Bereichsleiterin Spitex Mittleres Tösstal

Hauptsächlich erbringt die Spitex Pflichtleistungen, die von der Krankenkasse übernommen werden. «Wir sind die ausführenden Personen, die auf ärztliche Verordnung hin tätig werden», erklärte Stucki.

Hierzu gehören die Grund- und Behandlungspflege wie zum Beispiel Blutdruckmessen, Injektionen setzen, Waschen oder Wundversorgung im Akut- und Langzeitbereich. Darüber hinaus werden auch nicht-pflegerische Aufgaben in der Hauswirtschaft übernommen wie Putzen, Kochen, Einkaufen oder Bügeln.

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Renate Stucki im persönlichen Austausch mit einer Vortragsteilnehmerin.

Foto: Claudia Biotti

Darüber hinaus gibt es auch das Spitex-Plus-Angebot. Dieses umfasst einen Mahlzeitendienst, Coiffeur, Fusspflege und ganz neu sogar Aromatherapie. Diese Dienste müssten aber privat bezahlt werden, so Stucki.

Psychosoziale Begleitung

Ein anderer Bereich, der einigen Anwesenden unbekannt war, ist die psychosoziale Pflege. Wird sie ärztlich verordnet, kann sie auf Kosten der Krankenkasse in Anspruch genommen werden.

Das Angebot richtet sich an Menschen, bei den der Alltag aufgrund einer psychischen Krise oder Erkrankung zur Herausforderung wird. Dieser Bereich ist gemäss Alisa Kurtanovic, die als Pflegefachfrau des psychosozialen Spitex-Teams arbeitet, seit der Corona-Zeit stark angestiegen.

«Als ich vor gut zwei Jahren anfing, waren wir zu fünft. Jetzt sind wir acht Personen und ab Mai sogar neun», erklärte sie. Ihr Tipp an die Anwesenden im Umgang mit Corona: «Suchen Sie einen Mittelweg. Schützen Sie sich, aber halten Sie Kontakt für persönlichen Austausch.»

Individueller Unterstützungsbedarf

Bei ihrer Tätigkeit versucht Kurtanovic, ihre Klienten im Fall von Einsamkeit zu befähigen, wieder selbständig sozial aktiv zu werden und begleitet sie anfänglich auch gern.

Grundsätzlich finde immer ein persönliches Gespräch statt, um den individuellen Unterstützungsbedarf abzuklären, sagte sie. «Je nach dem erarbeite ich zusammen mit den Betroffenen Bewältigungsstrategien nach Schicksalsschlägen, begleite sie bei Behördengängen oder koordiniere die verschiedenen Hilfsangebote.»

Zum Abschluss des Nachmittags gab es ein gemütliches Zusammensein. An zwei Infotischen präsentierten die Veranstalter ihr vielseitiges Angebot gegen Einsamkeit.

So gibt es beispielsweise den monatlichen Spielnachmittag im Chiletreff, dienstags den Spaziergang der Pro Senectute oder zwei Mal im Monat den Mittagstisch.

(Claudia Biotti)